Verabschiedung von Konrektorin Irmgard Bornschlegl

(Glei)  „Ein Lehrer hinterlässt Spuren“ so lautete das Fazit von Schulleiter Michael Bauer am Ende seiner Rede bei der Verabschiedung der Konrektorin der Carl-Orff-Schule Irmgard Bornschlegl, die er als ruhige und gelassene Kollegin mit einem klaren, analysierenden Blick charakterisierte.

Ihre ersten Erfahrungen als Junglehrerin hatte sie an Schulen in Hohenfurch und Birkland im Landkreis Weilheim-Schongau gemacht.  Seit 1976 war sie an der Carl-Orff-Schule tätig, zuerst in den Jahrgangsstufen 5 und 6 später in der Grundschule. 2001 wurde sie zweite Konrektorin und seit 2005 bekleidete sie das Amt der ersten Konrektorin. Schulrat Rudolf Schönauer würdigte sie in seiner Rede als eine verdiente Kollegin, die stets präsent und vorausschauend die schulischen Dinge geregelt hätte.

Als Bürgermeister der Gemeinde Dießen überbrachte Herbert Kirsch die besten Wünsche für den Ruhestand und zwei Buchgeschenke. Seiner Meinung nach waren Generationen von Schülern bei ihr in guten Händen.

Überrascht wurde Irmgard Bornschlegl dann auch noch von ihrer Klasse, die sich ihrer Anordnung „Heimzugehen“ stillschweigend widersetzt hatte und sie mit Blumen sowie individuell vorgebrachten Glückwünschen bei ihr bedankte.

Elternbeiratsvorsitzender Axel Praus wies auf die vielfältigen Schattierungen im Lehrerberuf hin:  „ Lehrer sind zwar Wissensvermittler aber genauso Schlichter von Streitigkeiten und Trostspender für unsere Kinder“. Irmgard Bornschlegl sei es immer gelungen den Schülern das Gefühl zu vermitteln, dass Schule nicht nur ein notwendiges Übel sei und für eine entspannte Klassenatmosphäre zu sorgen.

Das Lehrersalonorchester der COS unterhielt die anwesenden Gäste mit schwungvollen Stücken und der Grundschulchor sagte lautstark „Servus - auf Wiedersehen“.

40 Jahre an einer Schule hinterlassen jedoch auch Spuren bei der scheidenden Konrektorin. Sie zog Bilanz und blickte unter anderem auf circa 800 unterrichtete Schüler, drei Großbaustellen an der Schule und zahlreiche Festivitäten zurück. Gefragt nach ihren Plänen für den Ruhestand war die einfache Antwort: „Endlich keine Pläne mehr“ und übergab die Planung der vielfältigen Aufgaben der nächsten Jahre an ihre Nachfolger.

Ihre Spuren wird sie nun anderweitig hinterlassen - sei es bei ihren Enkelkindern, im Ehrenamt oder auf ihren Reisen mit dem Wohnmobil. „Just retired“ wird es dann heißen!