Carl-Orff-Schule inszeniert „Der Mond“

(Glei) Seit Menschen denken können hat der Mond sie inspiriert. Auch Carl-Orff konnte sich ihm nicht entziehen und so vertonte er 1939 das Märchen “Der Mond“ der Gebrüder Grimm.  Die Carl-Orff-Schule wagte sich nun an die Inszenierung des Werkes ihres Namensgebers.

Nach der Einstimmung durch den Chor der 3. Klassen unter Leitung von Elisabeth Hollmann wurde das Publikum in der zauberhaft dekorierten Halle sofort durch ein Schwarzlichttheater in die Handlung entführt. Florian Münzer, Schauspieler und Regisseur und am Ammersee beheimatet, fungierte dabei als Erzähler, Herbert Schmelzer an der Zither und Stephan Rokov am Klavier unterstützten als Musiker.

Lehrerin Herluka Graf und ihre AG Theater sorgten dafür, dass die Bühne zu Leben erwachte und der Zuschauer gebannt beobachtete, wie der Mond von vier Jungen aus dem mondlosen Land gestohlen und in ihrer Heimat aufgehängt wurde. Als die Monddiebe sterben, nimmt jeder einen Teil des Mondes mit in das Reich der Toten, wo ein rauschendes Fest beginnt. Dieses wurde ausdrucksstark sowohl in den Kostümen als auch in der tänzerischen Darstellung durch die Arbeitsgemeinschaft Tanz, geleitet von Lehrerin Christine Preisinger, in Szene gesetzt. Hier wurde das Orff´sche Werk zusammen mit Klassik und Pop neu und kreativ interpretiert und mitreißend performt. Der Chor der 3.- 6. Klassen unter Leitung von Brigitte Kagermeier untermalte mit Liedern aus dem Orff Werk gekonnt die Dramatik der Geschichte, in der am Ende der Mond für die hiesige Welt gerettet wird.

Selbst geschriebene Gedicht-Collagen von Schülern der 8. Klasse, eingestreut zwischen den Szenen, bereicherten diese Schulvorstellung, die sowohl für Zuschauer als auch Darsteller wohl ein bleibendes Erlebnis sein dürfte.

Ein großes Kompliment sowohl an die Lehrkräfte als auch die mitwirkenden Kinder, welche mit großem Engagement und Zeitaufwand dieses außergewöhnliche Spektakel auf die Beine gestellt hatten. So fasste es nach der Aufführung auch Paul, Grundschüler und Mitwirkender, in seinen Worten zusammen: „Im Nebenjob bin ich eigentlich Tänzer.“ Der Dank gilt der Sparkasse Landsberg-Dießen und dem Rotary Club Ammersee, die das Projekt finanziell unterstützten.